B2B-E-Commerce (Business to Business) bedeutet, dass ein Unternehmen einem anderen Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen über das Internet verkauft. Verkäufe vom Hersteller an den Distributor, vom Distributor an den Händler oder vom Großhändler an den Einzelhändler sind typische Beispiele für dieses Modell. Bestellungen, die per Telefon, E-Mail oder beim Außendienstbesuch eingehen, werden im B2B-E-Commerce auf einer einzigen digitalen Plattform gebündelt.

Wie funktioniert B2B-E-Commerce?

Der Verkäufer stellt seinen Händlern und Firmenkunden eine eigene, zugangsgeschützte Bestellplattform zur Verfügung. Der Kunde meldet sich mit seinem Konto an und sieht die für ihn hinterlegten Preise, Rabatte und Lagerbestände. Er erstellt seine Bestellung, wählt Zahlung oder Kontokorrent und verfolgt in Echtzeit, in welchem Status sich die Bestellung befindet. Im Hintergrund arbeitet die Plattform integriert mit ERP-, Buchhaltungs- und Lagersystemen und verarbeitet die Bestellung automatisch.

Warum ist das für Hersteller und Distributoren wichtig?

Zeitersparnis: Statt Bestellungen einzusammeln, konzentriert sich das Vertriebsteam darauf, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Beziehungen auszubauen.

Fehlerfreie Bestellungen: Da Artikelnummer, Menge und Preis direkt aus dem System kommen, sinkt das Risiko von Tippfehlern und unvollständigen Bestellungen.

Verkauf rund um die Uhr: Händler können unabhängig von Geschäftszeiten auch nachts oder am Wochenende bestellen.

Transparenz: Kontostand, offene Bestellungen, Rechnungen und Versandinformationen werden auf einem Bildschirm angezeigt; die Anrufe nach dem Motto „Wo ist meine Bestellung?“ nehmen ab.

Skalierbarkeit: Wächst die Zahl der Händler, ist Wachstum ohne zusätzliches Personal möglich.

Unverzichtbare Funktionen im B2B-E-Commerce

Eine leistungsfähige B2B-Plattform sollte kundenspezifische Preislisten, Staffelrabatte, Mindestbestellmengen, Schnellbestellung (Sammelerfassung per Artikelnummer), Kontokorrentverwaltung, ERP-Integration und mobile Kompatibilität bieten. Diese Funktionen sorgen dafür, dass Händler die Plattform tatsächlich annehmen.

Wo sollten Sie anfangen?

Der erste Schritt besteht darin, Ihren bestehenden Bestellprozess und die größten Schwierigkeiten Ihrer Händler zu identifizieren. Wenn Sie anschließend Ihre Produkt- und Preisdaten bereinigen und eine Plattform wählen, die mit Ihrem ERP zusammenarbeitet, gelingt der Umstieg schnell und reibungslos.

Fazit

B2B-E-Commerce ist längst keine Neuerung mehr, die nur große Unternehmen nutzen, sondern ein zentraler Vertriebskanal für jeden Hersteller und Distributor, der wettbewerbsfähig bleiben will. Unternehmen, die ihre Bestellprozesse digitalisieren, senken ihre Kosten und bauen eine stärkere, dauerhafte Beziehung zu ihren Händlern auf. Der erste Schritt mit der richtigen Plattform macht Ihren gesamten Vertriebsbetrieb schneller, messbarer und besser steuerbar.