Was ist ROI?
ROI steht für „Return on Investment“, also die Kapitalrendite. Vereinfacht gesagt zeigt er, was Sie für das in eine Investition gesteckte Geld zurückbekommen. Die Logik ist einfach: Um wie viel übersteigt der Gewinn, den Ihnen die Investition bringt, das eingesetzte Geld?
Die Grundformel lautet: Sie ziehen vom Nettogewinn, den die Software erwirtschaftet, die Kosten der Software ab und teilen das Ergebnis wiederum durch die Kosten. Das Ergebnis in Prozent zeigt, wie rentabel Ihre Investition ist.
Erfassen Sie die Kostenseite der Software korrekt
Um den ROI richtig zu berechnen, müssen Sie zunächst die Gesamtkosten vollständig ermitteln. Dazu gehören nicht nur die Abo- oder Lizenzgebühren, sondern auch:
- Kosten für Einrichtung und Datenübernahme
- Zeit und Geld für Schulungen
- Gegebenenfalls Ausgaben für Anpassung und Integration
- Gebühren für Support und Wartung
Wer nur auf den Listenpreis schaut, stellt die tatsächlichen Kosten zu niedrig dar und kommt zu einer irreführenden ROI-Berechnung.
Die Nutzenseite: der oft übersehene Teil
Den Ertrag einer Software zu berechnen ist schwieriger als ihre Kosten, weil sich ein Teil des Nutzens nicht direkt in Geld ausdrücken lässt. Diese Nutzenpositionen sollten Sie vor allem berücksichtigen:
Zeitersparnis: Die Stunden, die durch automatisierte Abläufe gewonnen werden. Multiplizieren Sie diese Stunden mit den Stundenkosten der Mitarbeiter, um sie in Geld umzurechnen.
Weniger Fehler: Die Korrektur von Fehlern bei manuellen Arbeiten kostet Zeit und Geld. Wenn die Software diese Fehler verhindert, entsteht eine konkrete Einsparung.
Mehr Kapazität: Mit demselben Team mehr Arbeit zu bewältigen, bedeutet Einsparungen bei den Kosten für zusätzliches Personal.
Bessere Entscheidungen: Entscheidungen auf Basis korrekter und aktueller Daten bringen langfristig einen schwer messbaren, aber realen Gewinn.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, eine Software kostet Sie 15.000 TRY pro Jahr. Dank dieser Software spart Ihr Team insgesamt 10 Stunden pro Woche. Wenn diese Stunden das Unternehmen jährlich 40.000 TRY kosten, beträgt Ihr Nettogewinn allein durch die Zeitersparnis 25.000 TRY. Rechnen Sie noch die geringere Fehlerquote und die höhere Kapazität hinzu, wird deutlich, wie oft sich die Software selbst bezahlt macht.
Achten Sie auch auf die Amortisationsdauer
Neben dem ROI ist die Amortisationsdauer eine weitere nützliche Kennzahl: In wie vielen Monaten hat sich die Software bezahlt gemacht? Eine kurze Amortisationsdauer zeigt, dass die Investition schnell Wert schafft, und erleichtert die Entscheidung.
Verlieren Sie sich nicht nur in Zahlen
Der ROI ist ein starkes Instrument, doch nicht jeder Nutzen lässt sich leicht in Zahlen fassen. Dass Mitarbeiter weniger monotone Arbeit erledigen und zufriedener sind, die Kundenzufriedenheit steigt oder das Unternehmen bereit für Wachstum wird, sind ebenfalls echte Werte. Wer diese „weichen“ Gewinne ignoriert, berechnet den tatsächlichen Wert einer Investition unvollständig.
Zusammenfassung
Bei der Bewertung einer Softwareinvestition ist die Frage „Was bringt sie mir?“ ebenso wichtig wie „Was kostet sie?“. Die ROI-Berechnung stellt beide Seiten nebeneinander und ermöglicht Ihnen so eine datenbasierte statt einer emotionalen Entscheidung. Richtig berechnet zeigt sich, dass die meisten guten Programme eine weitaus rentablere Investition sind, als es zunächst scheint.